Das enttäuschende Ende einer ausgesprochen komplizierten Saison hat Iga Świąteks Vertrauen in ihren neuen Trainer nicht erschüttert. Die polnische Tennisgröße, die sich in diesem Jahr nicht für die WTA Finals qualifizieren konnte, beendete ihre Saison 2026 mit einer Halbfinalniederlage gegen ihre Landsfrau Maja Chwalińska in Wuhan.
Für die 25-jährige Warschauerin sollen die kommenden Monate nun vor allem dazu dienen, weiter mit Francisco Roig zu arbeiten. Der Spanier ist seit April ihr Trainer – die erhofften Ergebnisse sind bislang jedoch ausgeblieben. Świątek will mit den Erkenntnissen aus der Zusammenarbeit mit dem früheren Coach von Rafael Nadal und Matteo Berrettini in die ersten Turniere des kommenden Jahres starten.
Die aktuelle Nummer neun der Weltrangliste sprach während ihres Aufenthalts beim WTA-1000-Turnier in Wuhan mit chinesischen Medien über ihre Wertschätzung für den 58-jährigen Spanier. Zugleich betonte sie, dass es Zeit brauche, bis beide vollständig auf einer Wellenlänge seien und die Zusammenarbeit ihre Früchte trage.
Świątek muss 2027 reagieren
Świątek machte deutlich, dass sie großes Vertrauen in Roig setzt: „Wenn man sich für einen Trainer entscheidet, muss man ein gewisses Vertrauen haben, denn man weiß nie zu hundert Prozent, ob er die richtige Person für einen ist. Ich denke, nach ein paar Monaten beginnt man klar zu erkennen, welche Spielidee er verfolgt. Wir hatten bereits vor unserem persönlichen Treffen miteinander gesprochen, und mir gefiel seine Vorstellung. Außerdem hatte ich sehr Gutes über Francis gehört, was mir half, besser zu verstehen, was für ein Mensch er ist. Von Anfang an war er bereit, alles zu geben: Er wollte mich bei vielen Turnieren begleiten und hatte klare Vorstellungen davon, was zu tun ist, um mir dabei zu helfen, mein Spiel zu verändern und an das anzupassen, wonach ich gesucht habe. Das hat mir sehr gefallen.“
Zu den Trainerwechseln in den vergangenen Spielzeiten sagte die Warschauerin: „Es stimmt, dass ich in kurzer Zeit mit mehreren Trainern gearbeitet habe – auch im vergangenen und in diesem Jahr, bevor ich die Zusammenarbeit mit Francis begonnen habe. Jeder hat seine eigene Sichtweise und seine eigene Art, Tennis zu verstehen. Doch die Entwicklung meines Spiels ist ein umfassenderer Prozess. Das gibt einem auch eine gewisse innere Ruhe, denn selbst wenn in einer Woche etwas nicht funktioniert, weiß man, dass man langfristig arbeitet.“
