Greg Rusedski traut Arthur Fery den Finaleinzug in Wimbledon zu

by Faruk Imamovic
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Greg Rusedski traut Arthur Fery den Finaleinzug in Wimbledon zu
© TheTennisLetter/X/Fair Use

Arthur Fery kam mit einer Wildcard nach Wimbledon. Nun steht der 23-Jährige vor einem Halbfinale gegen Alexander Zverev, und Greg Rusedski hält den nächsten Schritt nicht für ausgeschlossen. Der frühere britische Spitzenspieler sieht Arthur nicht nur als Überraschung des Turniers, sondern als Spieler mit realer Chance auf das Finale.

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Der Lauf des Briten begann unter anderen Vorzeichen. Am ersten Wimbledon-Tag schieden zehn britische Spieler aus, Arthur wurde danach zum wichtigsten heimischen Namen im Feld. In der dritten und vierten Runde überstand er jeweils Fünfsatzpartien gegen Zizou Bergs und Grigor Dimitrov. Danach besiegte er auf dem Centre Court den an Nummer neun gesetzten Flavio Cobolli, den French-Open-Finalisten, klar in drei Sätzen.

Warum Rusedski an Fery glaubt

Vor dem Duell mit Zverev, dem an Nummer zwei gesetzten Roland-Garros-Sieger, ist die Aufgabe größer als alles, was Arthur bisher in Wimbledon lösen musste. Rusedskis Argument liegt jedoch nicht nur in der Euphorie des Moments. Für ihn ist entscheidend, dass Arthur körperlich stabil wirkt und sein Spiel kaum offene Baustellen zeigt.

„Gesundheit ist dein Reichtum. Das ist es, was ihn in der Vergangenheit gestoppt hat, nicht sein Tennisspiel. Er war auch einer der besten College-Tennisspieler, er war die Nummer eins für Stanford, und er ist endlich gesund“, sagte Rusedski in der aktuellen Folge von „Off Court“.

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Besonders der zweite Aufschlag, der zeitweise als anfällig galt, wird nun anders bewertet. Rusedski verwies darauf, dass Fery gegen Cobolli 66 Prozent der Punkte nach dem zweiten Aufschlag gewann: „Wir haben darüber gesprochen, dass der zweite Aufschlag ein Problem ist. Er hat 66 Prozent der Punkte nach dem zweiten Aufschlag gewonnen … diese Zahl ist erstaunlich.“

Was der Lauf für seine Saison verändert

Fery begann das Turnier außerhalb der Top 100 und sprang durch den Viertelfinalsieg auf Platz 36. Bei einem Finaleinzug würde er auf Rang 26 steigen, ein Wimbledon-Titel brächte ihn sogar auf Platz 13.

Diese Zahlen erklären, warum das Halbfinale mehr ist als ein einzelner großer Auftritt. Fery hat laut Referenz für den Rest des Jahres kaum Punkte zu verteidigen und damit Raum für einen weiteren Anstieg. Rusedski sagte: „Wenn er gesund bleibt, gibt es keinen Grund, warum er am Ende des Jahres nicht in den Top 20 der Welt stehen sollte. Niemand wird gegen ihn spielen wollen.“

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Gegen Zverev bleibt Fery Außenseiter. Doch sein Wimbledon-Lauf hat die Frage verändert: Es geht nicht mehr nur darum, wie weit ein Wildcard-Spieler kommen kann, sondern ob aus einer Überraschung bereits ein neues sportliches Niveau geworden ist.

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