Roger Federer erinnert sich an einen Erfolg, den er bis heute nur schwer glauben kann

by Sead Dedovic
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Roger Federer erinnert sich an einen Erfolg, den er bis heute nur schwer glauben kann
© norinchi_df / X / Fair Use

Roger Federer ist seit vier Jahren nicht mehr im Profitennis aktiv. Dennoch fällt es dem ehemaligen Weltranglistenersten bisweilen noch immer schwer zu begreifen, was er in seiner Karriere erreicht hat.

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Der 45-jährige Schweizer wurde am 29. August in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island offiziell in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen. Federer beendete seine Karriere mit 103 Titeln auf der ATP-Tour, 20 Grand-Slam-Trophäen und insgesamt 310 Wochen an der Spitze der Weltrangliste – darunter 237 Wochen in Folge.

Nur wenige Tage nach der Zeremonie kehrte Federer nach New York zurück und erhielt seinen Ring der Hall of Fame im Arthur Ashe Stadium. Der erfahrene Schweizer hielt sich zudem rund um die US Open auf – jenem Turnier, bei dem er einen der beeindruckendsten Rekorde des modernen Tennis aufstellte.

Federer gewann zwischen 2004 und 2008 fünf US-Open-Titel in Folge. Bis heute ist er der einzige Spieler – bei den Männern und Frauen –, dem in der Open Era fünf aufeinanderfolgende Triumphe in New York gelungen sind.

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Im Gespräch über seine Karriere räumte Federer zuletzt jedoch ein, dass ihm eine andere Errungenschaft noch immer schwer vollständig zu begreifen fällt.

Federer kann acht Wimbledon-Titel noch immer kaum glauben

Im Gespräch mit Sky Sports bezeichnete Federer den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste als eine der größten Leistungen, die ein Spieler erreichen könne. Anschließend sprach er über Wimbledon.

“I think getting to world number one, I mean, it somehow has to be at the very top of everything that you achieve in life. If you can be the best at something, that is pretty special.

My eight Wimbledons, I don’t know, that’s crazy. When I return to Wimbledon, I go like, what? I did that? I mean, it’s still kind of surreal to me.”

Federer gewann Wimbledon achtmal – so oft wie kein anderer Mann in der Geschichte des Turniers. Seinen ersten Titel holte er 2003, den letzten 2017 mit einem Finalsieg gegen Marin Cilic.

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Von 2003 bis 2007 triumphierte der Schweizer fünfmal in Folge, ehe Rafael Nadal diese Serie im legendären Finale 2008 beendete. Ein Jahr später kehrte Federer auf den Thron zurück. Weitere Titel folgten 2012 und 2017.

Federer sprach außerdem über eine weitere Erfolgsserie, die heute noch schwieriger zu wiederholen scheint: seine fünf US-Open-Titel in Folge.

“Now that I was just in New York, you know, the streak of five in a row. Knowing how hard that was, I think only kind of rings through now.

Then just having been in the game for a long time and having played all those incredible matches against all the legends, and hopefully I was kind of a bridge between the older generation and what we, the tennis that we see today.

I feel very special that I had that chance to be that guy.”

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In den fünf US-Open-Finals zwischen 2004 und 2008 bezwang Federer Lleyton Hewitt, Andre Agassi, Andy Roddick, Novak Djokovic und Andy Murray. Seine Serie endete schließlich im Endspiel 2009, als Juan Martin del Potro ihn in fünf Sätzen besiegte.

Eine derart außergewöhnliche Leistung wird bis heute gewürdigt – und auch in Zukunft weiter Gesprächsthema bleiben.

Djokovic kommt Federers Wimbledon-Rekord weiterhin am nächsten

Der 39-jährige Serbe gewann Wimbledon bislang siebenmal. Seine Titel holte er 2011, 2014, 2015, 2018, 2019, 2021 und 2022. Seitdem ist es ihm jedoch nicht gelungen, einen weiteren Triumph hinzuzufügen. Novak Djokovic verlor die Finals 2023 und 2024 gegen Carlos Alcaraz, ehe Jannik Sinner ihn in diesem Jahr im Halbfinale stoppte.

2026 nahm Djokovic Federer allerdings einen weiteren Wimbledon-Rekord ab. Sein Sieg im Achtelfinale gegen Roman Safiullin war sein 106. Einzelsieg bei dem Turnier. Damit übertraf er Federers vorherigen Männerrekord von 105 Erfolgen.

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Sinner und Alcaraz sind die beiden anderen noch aktiven Spieler mit mehr als einem Wimbledon-Titel. Alcaraz gewann 2023 und 2024, während Sinner 2025 den Pokal holte und seinen Erfolg in diesem Jahr mit einem Finalsieg gegen Alexander Zverev erfolgreich verteidigte.

Federer tritt zwar nicht mehr gegen sie auf dem Platz an, ist dem Tennis jedoch eng verbunden geblieben. Bei seiner Aufnahme in die Hall of Fame waren in Newport zahlreiche ehemalige Weltranglistenerste dabei, darunter John McEnroe, Andy Roddick, Lleyton Hewitt, Jim Courier und Mats Wilander.

Auch seit seinem Rücktritt kehrte der ehemalige Schweizer Superstar immer wieder nach Wimbledon zurück. Dort dürfte sein Rekord von acht Titeln für ihn wohl am greifbarsten sein.

Die Tennisfans fragen sich, ob Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in den kommenden Jahren Federers Rekord brechen und eine neue Bestmarke aufstellen können.

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Es wäre eine äußerst schwierige Aufgabe. Doch in der Tenniswelt ist nichts unmöglich – insbesondere angesichts der Dominanz, die der Spanier und der Italiener derzeit zeigen.

Roger Federer
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